Pahuyuth ist der Name für das traditionelle thailändische Kampfwissen, das über 4000 Jahre hinweg
bis in unsere Gegenwart überliefert wurde. Durch seine einzigartige Struktur und geschichtliche
Entwicklung ist es heute jedoch nicht nur in der westlichen, sondern größtenteils auch in der
asiatischen und thailändischen Welt unbekannt und droht gänzlich verloren zu gehen.
In seiner Gesamtheit umfasst das Pahuyuth weit mehr als das Wissen über den bewaffneten und
unbewaffneten Kampf. Es gliedert sich in drei sowohl eigenständige als auch ineinander
übergreifende Bereiche: Das Kampfwissen, das traditionelle thailändische Heilwissen und das
Saiyasart, das Wissen über das Nichts. In seinem Kern führt es letztlich jedoch nur zu einem
einzigen Punkt, dem eigentlichen Selbst, wodurch es ein Kulturgut repräsentiert, das in
spiritueller und auch praktischer Hinsicht eine Bereicherung für unsere heutige Gesellschaft
darstellt.
Als traditionelle Lehrer berichten Plai Tamin und Smingplai zum ersten Mal über die Existenz
des Pahuyuth als komplexes und in sich geschlossenes Wissensgebiet. Anhand der unterschiedlichen
Wechselwirkungen über die Jahrtausende hinweg, sowie dem zugrunde liegenden schöpferischen
Gedankengut, versuchen sie den geschichtlichen Werdegang des Pahuyuth nachvollziehbar zu machen
und die Voraussetzungen für ein Annähern an ein ursprüngliches Verständnis dieses
außergewöhnlichen Wissensgebietes zu schaffen.
Pahuyuth ist eines der wenigen verbliebenen Geheimnisse unserer Zeit und immer noch das,
was wir nicht kennen.
Die Geschichte des Thaiboxen
Muay Thai ist eine der ältesten Kampfsportarten der Welt die genaue Geschichte kann
nicht rekonstruiert werden. Im Krieg zwischen Siam (Thailand) und Birma von 1767 wurden bei
der Eroberung der damaligen Hauptstadt die meisten Aufzeichnungen über die Kunst und die
Traditionen des Muay Thai vernichtet. Einige Quellen berichten, das Thaiboxen gehe bis auf
das Jahr 1560 zurück, als König Naresuan von Siam in burmesischer Gefangenschaft war. Man
sagte ihm Freiheit zu, wenn er in einem Zweikampf die burmesischen Champions besiegen könnte.
Der König hatte Erfolg und das Thaiboxen wurde zum Nationalsport. Es gibt aber auch eine zweite
Theorie, die besagt, dass bei archäologischen Ausgrabungen Beweise gefunden worden sind, dass
die Ureinwohner Thailands bereits Muay-Thai ähnliche Techniken kannten. Was man jedoch sicher
weiß, ist, dass Muay-Thai sich aus den alten Kriegskünsten der thailändischen Soldaten entwickelt hat.
Mae Mai Muay Thai Chaiya 1
Das Muay Thai entwickelte sich aus regulären Kampfkünsten. Wenn Schwert und Speer unbrauchbar wurden,
benutzte der Krieger seine Beine, Fäuste und Ellenbogen zum Kämpfen. Die klassische, traditionelle Art
wird Muay Thai Boran genannt (Boran = traditionell, alt [Wortanleihe aus der Pali-Sprache]). Muay Thai Boran
ist eine sehr komplexe traditionelle Kampfkunst, welche nicht nur das Kämpfen mit unterschiedlichen Waffen,
sondern auch Bewegungen beinhaltet, die weit über die waffenlosen Techniken des heutigen Muay Thai hinausgehen.
Krabi Krabong (Kurz- und Langwaffe) bezeichnet das Kämpfen mit unterschiedlichen Waffen, wie etwa Krabi (Degen),
Daab (Schwert), Plong oder Sri Sock (Stock), Ngauw (Stock mit einem kurzem Schwertaufsatz), Dung, Kaen, Mai Sun
und Loh (Schild).
Der erste offizielle Ring wurde 1921 genutzt und 1929 wurden zum ersten Mal Boxhandschuhe verwendet. Zuvor
hatte man nur mit Handbandagen gekämpft. Der Tiefschutz wurde aus Kokosnussschalen gefertigt.
Als Zeitma für einen Durchgang galt bis 1929 eine Kokosnussschale, welche ein Loch hatte und ins Wasser
gelegt wurde. Ging die Schale unter, war der Durchgang beendet. Ab diesem Jahr wurden festgelegte Rundenzeiten
eingeführt, je nach Gewichtsklasse zwischen 2x2 Minuten bis maximal 5x3 Minuten.
Stilistisch auffällige Merkmale des Muay Thai sind Ellenbogen, Knietechniken und das Clinchen.
Die für Muay Thai bekannteste Technik ist der Kick mit dem blanken Schienbein, meist auf den
Oberschenkel oder Rippenbereich gezielt. Je nach Reglement und Profistufe des Kämpfers können
Knietritte zum Kopf zulässig sein. Dabei darf der Kopf des Gegners mit den Fäusten Richtung
Boden gezogen werden. Beim Clinchen halten sich die Gegner im Stehen, versuchen sich aus dem
Gleichgewicht zu bringen und treten mit den Knien gegen den Oberkörper oder die Oberschenkel
des Gegners. Einige Reglements lassen das Fangen und anschließende Halten des gegnerischen Beines
zu. Aufgrund des hohen Verletzungsrisikos durch Ellenbogen- und Knietechniken wird Muay Thai als
eine der härtesten Kampfsportarten der Welt bezeichnet. Die Faustschlagtechniken sind ähnlich dem
traditionellen europäischen Boxen, es sind aber auch Schläge aus der Drehung zulässig, wobei der
Kopf des Gegners mit dem Faustrücken getroffen wird. Einige Stilarten erlauben Würfe. Da die meisten
Muay-Thai-Würfe sehr gefährlich sind, verbieten die meisten Regelwerke sie jedoch. Andere asiatische
Kampfkünste hatten niemals einen großen Einfluss auf die thailändische Kampfkunst, weil die eigene
Kampfkunst so ausgereift war, dass die Thais keinen Sinn darin sahen, ihr fremde Techniken hinzuzufügen.
Thaiboxen wird aus verschiedenen Motiven ausgeübt, aus Fitnessgründen, als Wettkampfsportart,
zur Selbstverteidigung oder als Kampfkunst. In Thailand bekommen die Wettkämpfer häufig einen Teil vom Wetteinsatz,
und Thaiboxer sind geachtete und geehrte Idole. Im Mai 1984 wurde der Muay-Thai Bund Deutschland e.V. in Stuttgart
gegründet, welcher als einziger Verband in Deutschland von der European Muay-Thai Association anerkannt wird.
Kopfstösse (in der Urform erlaubt gewesen)
Nachschlagen, wenn der Gegner am Boden liegt oder kniet (in Thailand teilweise toleriert)
Schlag- und Tritttechniken gegen den Hinterkopf, das Knie (teilweise toleriert), sowie den Unterleib
Schlag- und Tritttechniken gegen den Rückenbereich (teilweise toleriert)
Schlag- und Tritttechniken in die Genitalien
VORBEHALTLICH SCHREIB UND TIPPFEHLER!
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Euer Trainerteam!
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